
Am Samstag, 10. Oktober 2026, empfängt das Victoria Hall in Genf „Hommage à Luciano Pavarotti“, eine Operngala, die ganz dem Tenor gewidmet ist, der die italienische Oper wie kein anderer einem weltweiten Publikum nähergebracht hat. Am Pult steht Plácido Domingo an der Spitze des Orchestra Filarmonica Pugliese, während der Tenor Vittorio Grigolo und die Sopranistin Varduhi Khachatryan den beliebtesten Seiten des Repertoires ihre Stimme leihen. Der Abend beginnt um 20.00 Uhr und ist Teil der Saison des Geneva Festival.
Das Programm spannt einen Bogen über mehr als ein Jahrhundert italienischer Musik, von den grossen Opernarien bis zu den volkstümlichen Melodien, die Pavarotti in aller Welt berühmt gemacht hatte. Es beginnt mit der Ouvertüre zu „L'elisir d'amore“ von Donizetti und seiner berühmtesten Seite „Una furtiva lagrima“, um dann mit dem Intermezzo aus „Manon Lescaut“, „E lucevan le stelle“ und „Vissi d'arte“ aus „Tosca“ sowie dem Duett „O soave fanciulla“ aus „La bohème“ ins Herz von Puccinis Schaffen vorzudringen. Platz finden auch „Io son l'umile ancella“ aus „Adriana Lecouvreur“ von Cilea, die „Mattinata“ von Leoncavallo und das berühmte Intermezzo der „Cavalleria rusticana“ von Mascagni. Im zweiten Teil öffnet sich der Abend dem Lied und dem grossen internationalen Songbook, mit „My Way“, „Summertime“, „Volare“, „Amarcord“, „Caruso“ und „Non ti scordar di me“, bis hin zum unverzichtbaren „O sole mio“, das jahrzehntelang die Konzerte des Tenors aus Modena beschlossen hat.
Das Orchester leitet Plácido Domingo, eine der Symbolstimmen der Oper des 20. Jahrhunderts und, zusammen mit Pavarotti und José Carreras, Teil des legendären Trios der Drei Tenöre, das in den 1990er-Jahren die Stadien der ganzen Welt füllte. Der spanische Künstler verbindet seit Längerem die Tätigkeit als Sänger mit jener als Dirigent und führt in Genf das Orchestra Filarmonica Pugliese durch eine Hommage, die zwei Generationen von Interpreten ideell verbindet.
Neben Domingo tritt Vittorio Grigolo auf, einer der gefeiertsten italienischen Tenöre seiner Generation und oft als einer der natürlichen Erben Pavarottis bezeichnet, dank der Leuchtkraft seines Timbres und seiner Bühnenpräsenz. An seiner Seite die Sopranistin Varduhi Khachatryan, eine bedeutende Stimme der internationalen Opernszene. Die Solisten getragen und die rein instrumentalen Momente gestaltet das Orchestra Filarmonica Pugliese, das das Publikum durch den gesamten Abend begleitet.
Luciano Pavarotti, 2007 verstorben, bleibt der Tenor, der das grosse Publikum der Oper nähergebracht hat wie kein anderer, indem er „Nessun dorma“ in die Stadien und in die Häuser von Millionen Menschen trug. Seine Stimme, seine Grosszügigkeit und die Natürlichkeit, mit der er vom Opernhaus zum volkstümlichen Lied wechselte, haben die Art verändert, klassische Musik zu erleben. Die Gala in Genf nimmt dieses Erbe auf und vereint auf derselben Bühne Künstler, die sich an dieser Lektion gebildet haben.
„Hommage à Luciano Pavarotti“ wird am Samstag, 10. Oktober 2026, um 20.00 Uhr im Victoria Hall in Genf aufgeführt. Tickets sind über das Geneva Festival und den städtischen Kulturkartenverkauf von Genf sowie an allen Ticketcorner-Verkaufsstellen erhältlich.