
Am 4. Dezember 2026 wählen die im Ausland lebenden Italienerinnen und Italiener ihre Comites neu, die Komitees der Italiener im Ausland. Es ist die einzige Gelegenheit, bei der man bequem von zu Hause aus wählt, ohne nach Italien zu reisen, und genau deshalb auch jene, bei der man das Stimmrecht am leichtesten verliert: Denn das Couvert mit dem Stimmzettel macht sich nicht von selbst auf den Weg, man muss es beantragen. Wir haben alles Wissenswerte der Reihe nach aufbereitet, Schritt für Schritt.
Die Voraussetzungen sind vier, und sie müssen alle zusammen erfüllt sein. Es genügt nicht, italienischer Staatsbürger zu sein, und auch nicht, seit Jahren in der Schweiz zu leben: Was zählt, ist die Eintragung im AIRE und der Wohnsitz im Konsularbezirk seit mindestens sechs Monaten am Tag der Wahl. Wer die doppelte italienisch-schweizerische Staatsbürgerschaft hat, wählt genau wie alle anderen.

Die Daten, die man sich merken muss, sind drei, und alle sind verbindlich. Am 4. November läuft die Frist ab, um die Eintragung in das Wählerverzeichnis zu beantragen, genau einen Monat vor der Wahl. Zwischen dem 5. und dem 14. November versenden die Konsulate die Wahlcouverts. Am 4. Dezember, bis 24 Uhr, muss das Couvert mit der Stimme bereits beim Konsulat eingetroffen sein.

Den Antrag stellt man auf zwei Wegen, und keiner der beiden verlangt, am Schalter zu erscheinen. Der erste ist das Portal Fast It, das eine eigene Funktion für die Comites-Wahlen hat. Der zweite ist das Papierformular, das man von der Website des eigenen Konsulats herunterlädt, ausfüllt, unterschreibt und per E-Mail, per zertifizierter E-Mail oder per Post schickt, mit der Kopie eines gültigen Ausweises im Anhang.

Wer alles in Ordnung hat, erhält ein Couvert mit drei Dingen: dem Stimmzettel mit den Listen und Kandidaten des eigenen Bezirks, einem bereits frankierten Antwortcouvert und einem Blatt mit den Anweisungen, auf dem auch steht, wie viele Vorzugsstimmen man vergeben kann. Das Couvert reist an die Adresse, die im AIRE hinterlegt ist, und genau hier gehen jedes Mal Tausende von Stimmen verloren: Wer umgezogen ist, ohne es dem Konsulat zu melden, erhält nichts.

Wählen dauert ein paar Minuten. Man füllt den Stimmzettel aus, verschliesst ihn im kleinen Umschlag, steckt diesen in das frankierte Couvert und wirft alles sofort ein. In das Couvert gehört nichts anderes, weder Dokumente noch Zettel: Die Wahl ist geheim, und jedes Erkennungszeichen macht die Stimme ungültig.

Die Fehler, die die Stimme kosten, sind immer dieselben vier, und alle sind vermeidbar. Die nicht aktualisierte AIRE-Adresse, der nach der Frist gestellte Antrag, das zu spät eingeworfene Couvert, denn es zählt der Eingang und nicht der Poststempel, und der ausserhalb des inneren Umschlags verschickte Stimmzettel.

Es lohnt sich, daran zu erinnern, warum all das zählt. Die Comites sind der anerkannte Ansprechpartner von Konsulaten und Botschaft bei Konsulardiensten, Schule, Italienischkursen und der Hilfe für Landsleute in Not, sie bleiben fünf Jahre im Amt, und ihre Gewählten wirken an der Zusammensetzung des Generalrats der Italiener im Ausland mit. 2021 wurden in der Schweiz sieben Komitees gewählt, aber mit minimalen Zahlen: 1'548 gültige Stimmen in Lugano, 1'045 in Basel, 900 in Genf, 433 in Bern, bei über sechshunderttausend im Land lebenden Italienern. Allein im Konsularbezirk Zürich zählt das Konsulat heute 240'159 Landsleute. Welche Komitees am 4. Dezember tatsächlich neu gewählt werden, legt das Einberufungsdekret fest, denn das Konsularnetz wurde inzwischen neu geordnet.

Wer über die nächsten italienischen Wahltermine informiert werden möchte, auch über jene der eigenen Herkunftsgemeinde, kann uns an votazioni@tuttoitalia.ch schreiben, unter Angabe von Herkunftsgemeinde und Region.