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„Wir haben grosses Glück, denn wir nähren uns von unserer Arbeit“: Il Volo kommt ins Hallenstadion Zürich

Interview mit Il Volo: „Wir haben grosses Glück, denn wir nähren uns von unserer Arbeit“. Live in Konzert in Zürich am Sonntag, 17. September 2023, 20.00 Uhr
„Wir haben grosses Glück, denn wir nähren uns von unserer Arbeit“: Il Volo kommt ins Hallenstadion Zürich
September 11, 2023
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„Wir haben grosses Glück, denn wir nähren uns von unserer Arbeit“: Il Volo kommt ins Hallenstadion Zürich

„Wir haben grosses Glück, denn wir nähren uns von unserer Arbeit“ Il Volo kommt ins Hallenstadion Zürich

Anlässlich der Show, die am Sonntag, 17. September, im Hallenstadion stattfindet, hat uns das berühmteste Lyrik-Trio Italiens ein Interview gewährt, um über seinen internationalen Erfolg zu sprechen.

Jungs, zuallererst: Wie geht es euch?

Ignazio: Uns geht es gut, wir sind sehr positiv gestimmt, hier in Mailand im Teatro Arcimboldi läuft es sehr gut, die Reaktion des Publikums ist fantastisch, und für uns, die wir uns von unserer Arbeit nähren, ist die Begeisterung gross, von der Schweiz aus wieder zur Europatournee aufzubrechen.

In unserem letzten Interview, vor der Pandemie, hattet ihr mir gesagt, dass viele Projekte im Gang seien. Unter den Plattenveröffentlichungen, die ihr euren Fans geschenkt habt, steht vor allem das Morricone gewidmete Album: Wie befriedigend ist es, das Privileg zu haben, auf den Noten eines unbestrittenen Weltmythos zu singen?

Piero: Genau deshalb haben wir beschlossen, Ennio Morricone ein ganzes Musikprojekt zu widmen. Wir hätten die eine oder andere Melodie in ein früheres Album aufnehmen können, aber als musikalisches Genie verdiente er ein Album, das nur ihm gewidmet ist. Aus diesem Grund haben wir versucht, jene einzubeziehen, die mit ihm zusammengearbeitet haben. Wir haben die Familie und den Sohn kontaktiert, den Maestro Andrea, sein Orchester, und wir haben in den Studios von Ennio Morricone aufgenommen. Für uns war es eine grosse Verantwortung, wir sind mit viel Ehrfurcht und sehr behutsam vorgegangen, weil wir die Arbeit und die vom Maestro komponierten Melodien nicht verfälschen durften. Auch die Hilfe der schwedischen Produzenten hat es uns erlaubt, einzigartige Lieder zu singen, moderner arrangiert, aber unter Wahrung der Seele ihres Komponisten.

Hat das Publikum diese ungewöhnliche Art, nicht nur die Melodien, sondern auch eure Stimmen zu hören, besonders aufgenommen?

Gianluca: Sagen wir, unser Ziel war immer, das Ansehen der Gruppe zu heben. Wir trugen eine grosse Verantwortung, haben aber auch eine grosse Genugtuung vom Publikum erhalten. Eine so ewige Musik zu feiern wie jene, die 80% unseres Repertoires ausmacht, und die Musik von Morricone hinzuzufügen, hat uns dazu gebracht, noch mehr zu reisen, die Schranken der italienischen Sprache zu überwinden, Harmonien zu singen, die alle Generationen erobern. Das Ziel für die Zukunft wird immer dasselbe sein: uns beständig Projekten von Rang zu widmen und das Bild der Gruppe zu verbessern.

Ich knüpfe an deine Überlegung an, die Italianità ins Ausland zu bringen: Wenn man von italienischer Musik spricht, sind ausserhalb unserer Grenzen normalerweise nur sehr wenige Künstler bekannt. Man weiss, wer ihr seid, wer Bocelli ist, Laura Pausini, Ramazzotti und Zucchero und jetzt die Maneskin. Ist es eurer Meinung nach nicht einschränkend, so wenige international ausgerichtete Künstler für die italienische Plattenbranche zu haben? Oder liegt es vielleicht daran, dass wir im Ausland nur als das Land des lyrischen „bel canto“ wahrgenommen werden?

Gianluca: Vieles macht der Einfluss der Sprache aus. Da Italienisch nur in Italien gesprochen wird, ist es schwierig, im Ausland durchzubrechen, wenn man nicht ins Spanische übersetzt, wie es Pausini oder Ramazzotti getan haben. Aber das ist nicht für alle etwas, denn Spanisch wird von 60% der Weltbevölkerung gesprochen, es braucht jedoch Authentizität. Es geht nicht nur um die Übersetzung. Wenn man in einer anderen Sprache singt, muss dieselbe Hingabe da sein, die man hat, wenn man auf Italienisch singt, und es ist nicht so naheliegend, das zu tun und dabei zu überzeugen. Wenn man also über das italienische Gebiet hinauskommen will, singt man entweder auf Englisch wie die Maneskin, oder man widmet sich dem Bel Canto, der, wie du gesagt hast, in der ganzen Welt geschätzt wird.

Was die Fans angeht, seid ihr zusammen mit den Maneskin die einzigen jungen Leute, die von Jugendlichen auch wegen ihrer äusseren Erscheinung vergöttert werden. Alles in allem: Wenn Schönheit dazu führt, dass Jugendliche auch eine Musik mit Interesse verfolgen, die nicht die übliche des Rap oder des Sommerhits ist, dann ist das doch gut, oder?

Gianluca: Ja, sagen wir, das Äusserliche bringt der Musik unserer Meinung nach wenig, aber uns ist klar, dass es sicherlich hilft. Die künstlerische und die ästhetische Seite zu pflegen, nützt immer. Vor allem (lachend) schau, wie schön Piero ist...
In jedem Fall ist es beruhigend zu wissen, dass wir im Ausland eine Vertretung junger Leute haben. Auf internationaler Ebene gab es den Boom in den 70er- und 80er-Jahren mit Celentano, Albano und Romina, Pupo und Toto Cutugno, dann natürlich Pavarotti allein, über die Jahre gefolgt von Pausini, Zucchero, Ramazzotti und Bocelli. Danach gibt es eine Generationenlücke, in der man auf euch und die Maneskin warten musste.
Ignazio: Sagen wir, auf internationaler Ebene sind wir vor 10 Jahren herausgekommen, vielleicht haben wir diese Lücke gefüllt, es ist uns gelungen, jenen Bereich dazwischen abzudecken. So war es über die Jahre immer. Die Musik lässt dich für einen Künstler schwärmen und du folgst ihm, aber vergessen wir nicht die 50er-Jahre mit Modugno, der auch auf dem amerikanischen Markt zu den drei am meisten geschätzten Künstlern gehörte: Modugno, Pavarotti und Bocelli.

Ich habe mir die Kommentare zu euren Videos angesehen und festgestellt, dass die meisten Interaktionen auf Spanisch waren.. Piero: In den sozialen Medien ist das Publikum natürlich jünger, und den grössten Teil der jugendlichen Gefolgschaft haben wir sicher in Südamerika, aber für den Verkauf der Live-Tickets ist unser Markt vor allem die USA, Südamerika und Japan. Jetzt sind wir bereit für die Tournee durch ganz Europa und starten mit einem Lächeln, weil der Vorverkauf gut läuft.

Wird euer Repertoire in allen Städten gleich sein, in denen ihr auftretet, auch in Zürich, das einen hohen Anteil an Italienischsprachigen hat? Piero: Ja, unser Repertoire ändert sich nicht, es ist immer dasselbe und es ist eine Mischung aus unseren Erfolgen, aus unseren Liedern mit jenen der Opernmusik und auch jenen, die Morricone gewidmet sind. Und wir freuen uns, dass das Publikum unsere Lieder wie „Grande amore“ kennt und nicht nur die berühmtesten Opernstücke, darauf sind wir sehr stolz. Unsere Show ist eine musikalische Reise, bei der alle mitsingen und sich bewegen lassen können!

Damit endet unser Interview, mit grossen Erwartungen. Toi, toi, toi, Jungs, das Hallenstadion wartet auf euch!

Infos und Vorverkauf

Il Volo
Sonntag, 17. September 2023, 20.00 Uhr
Hallenstadion, Zürich
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