
Fabrizio Corona (Catania, 29. März 1974) ist ein italienischer Fotograf, Unternehmer und Medienpersönlichkeit, bekannt als einer der umstrittensten Paparazzi des Landes. Als zentrale Figur des Skandals Vallettopoli baute er seine Bekanntheit auf einer Mischung aus Chronik, Show und Provokation auf, bis er zum Symbol der Gossip-Kultur in Italien wurde.
In den 2000er-Jahren wurde Corona Direktor und Teilhaber der Fotoagentur Corona’s, die auf Aufnahmen von Prominenten und Politikern spezialisiert war. Sein aggressiver Stil und der kommerzielle Umgang mit Skandalbildern brachten ihm den Spitznamen „König der Paparazzi“ ein. Seine Bekanntheit wuchs rasch dank medialer Scoops und der Teilnahme an Fernsehsendungen mit grosser Sichtbarkeit.
Corona stand im Mittelpunkt zahlreicher Gerichtsverfahren, insbesondere des Prozesses Vallettopoli, der ein System mutmasslicher Erpressungen im Zusammenhang mit dem Verkauf kompromittierender Fotografien aufdeckte. Im Laufe der Zeit wurde er wegen verschiedener Delikte verurteilt, darunter Erpressung, Betrug und Besitz von Falschgeld, und verbrachte mehrere Zeiträume im Gefängnis: Erfahrungen, die er später im Buch La mia prigione erzählte, erschienen bei Cairo Editore.
Nach den Verurteilungen baute Corona sein Image als digitaler Unternehmer und Kommentator neu auf. Er betreibt das Portal Dillinger News und produziert multimediale Inhalte rund um Chronik, Gesellschaft und Sozialkritik. Seine Aktivität auf Instagram, wo er 1,8 Millionen Follower übertrifft, hält ihn unter den meistverfolgten und meistdiskutierten Figuren der italienischen Medienlandschaft.
Als polarisierende Persönlichkeit verkörpert Corona die Spannung zwischen dem Recht auf Berichterstattung und der Zurschaustellung der Privatsphäre. Sein beruflicher Werdegang, zwischen Bekanntheit, Skandalen und Widerstandskraft, gilt als sinnbildlich für den Wandel des Skandaljournalismus im Zeitalter der sozialen Medien.